Oremus pro Pontifice nostro Franzisco.

Dominus conservet eum et vivificet eum

et beatum faciat eum in terra et

non tradat eum in animam inimicorum eius.

Posts mit dem Label Kommunionunterricht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kommunionunterricht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 14. April 2012

Miniserie Kommunionunterricht - die Vorbereitungsgottesdienste

"Na, weißt du jetzt, was ich meine?" fragte mein Neffe, als ich ihn am Montag wiedersah. Am Freitag war ich zu einem der Gottesdienste für die Gemeinde und die Kommunionkinder gekommen. Danach hatte ich ihn nicht mehr gesprochen, weil er sofort im Dauerlauf quer durch das Kirchenschiff sprintete, um sein Fußballtraining nicht zu verpassen. Dieser Sprint am Ende der Veranstaltung spricht schon Bände.

Bei Annäherung an den Kircheninnenraum vor dem Treffen, konnte man schnell bemerken, dass man sich einer größeren Gruppe in angeregter Unterhaltung näherte; das Stimmengewirr war beträchtlich. Im Chorraum waren an die 50 Stühle aufgestellt, auf denen die Teilnehmer so wie sie eintrudelten Platz nahmen (Kinder, Eltern, Gruppenleiter, wer auch immer). In der lockeren Runde wurde fleißig geplaudert, geneckt, gestoßen, gezappelt - eben die Zeit vertrieben, bis es losging. Kniebeugen - nein; ist ja auch ehrlich gesagt, ein bißchen komisch, wenn man vor dem Haufen Leute oben im Chorraum beim Reinkommen einen Kniebeuge machen soll. Der Pfarrer nebst Messdienerinnen musste sich einen Weg durch Stühle und Stehende bahnen; die Messdienerinnen waren völlig verwirrt, weil alles anders als sonst war. Zum Beispiel fiel einer von ihnen nach der ersten Hälfte des Einsetzungsberichtes ein, dass man an der Stelle eigentlich an einem bestimmten Platz kniet. Also wurden die anderen am Gewand gezupft und informiert, die Truppe hüpfte die Stufen hinunter, um für die Wandlungsworte über den Wein dann alles trotz Chaos kurz oberhalb ordentlich zu machen. Guten Willen konnte man ihnen wirklich nicht absprechen. Auch nicht den Kindern, denen nach dem Gottesdienst (es war der fünfte oder so) erklärt wurde, was eine Kniebeuge ist. Sie haben alle mitgemacht.
Die Messelemente, die in die Kommunionstunde im Chorraum eingefügt waren, waren eindeutig Elemente der heiligen Messe und das Hochgebet war vollständig. Es war nur ...

"Ich möchte mal wissen", meinte mein Neffe am Montag danach, "wieso die uns nicht in die Bänke lassen. Auf diesen doofen Stühlen tut mir immer der Rücken weh. Mehr mit bekäme man auch, wenn nicht alle so durcheinander säßen."

Donnerstag, 16. Februar 2012

Minireportage Kommunionunterricht - Beichte

Eigentlich soll man ja froh sein, wenn der Kommunionunterricht eine Einheit für die Beichte beinhaltet.  Es gibt genug Gemeinden, in denen das nicht der Fall ist, weil man die Kinder mit sowas nicht belasten darf. (???? - Dabei bringt es doch Entlastung.)

Nur, irgendwie bedeutet es in dem Kommunionkurs, das Pferd verkehrt herum einzuspannen. Denn bisher wurde das Thema Sünde nicht thematisiert. Auch wurde rein gar nichts über wichtige Dinge wie das Beichtgeheimnis erwähnt. Nein, alles, was da rüberkam ist: "Wir reden da mit dem Pfarrer und sagen, wie es uns geht, damit Gott das auch weiß."

Irgendwas ist da in der Vermittlung schief gelaufen. Mehrfach.

Sonntag, 5. Februar 2012

Minireportage Kommunionunterricht - der begleitende Religionsunterricht

Das ist tatsächlich ein positiver Punkt. Im Religionsunterricht an der Grundschule vor Ort werden tatsächlich ein paar Grundlagen erlernt. Leider wurden sie bisher noch nicht mit dem anderen in Bezug gesetzt sondern scheinen für die Kinder völlig unabhängig voneinander zu sein. Auch sind die Erklärungen leider nicht so, dass verstanden wird, um was es eigentlich geht. Vor einiger Zeit wurden die sieben Sakramente benannt; mein Neffe weiß aber nicht so recht, um was es bei ihnen geht. Nach einem Relitest, in dem er nur drei davon benennen konnte, weil ihm nicht einmal so recht klar war, dass er sie lernen sollte (die resultierende Note war ihm hoch peinlich), war er motiviert, die zehn Gebote, die gerade dran sind, tatsächlich auswendig zu können. Erfolg: Im gerade erhaltenen Zeugnis steht, dass er sie perfekt kennt und sogar erklären kann. Und damit haben wir endlich einmal eine Grundlage, auf der manches erklärt werden kann.
Mit dem Verständnis ist das allerdings so eine Sache. Kam der junge Mann doch diese Woche mit dem Vorschlag (die Angelegenheit war in sich belanglos, das Vorgeschlagene nicht), man könne doch eine Unterschrift fälschen und sich damit etwas Gewünschtes beschaffen. Immerhin, jetzt war es möglich, zu sagen, dass das gleich zwei Gebote bricht: da wird gelogen und gestohlen, kurz auch Betrug.

Es zeigt aber, wie wenig die Kinder überhaupt verstehen bei dem, was ihnen im Unterricht erläutert werden soll. Auch die Erklärungen, die original bei den zehn Geboten gestanden hatten, waren zum Teil recht hoffnungslos gewesen. Offenbar schafft es kaum jemand, wie ein 8-Jähriger zu denken.

Minireportage Kommunionunterricht - 7. - 15. Stunde

Nach 2-monatiger Unterbrechung als die Fortsetzung der kleinen Dokumentation. Bei der 8. Stunde (Party) war ich als geladener Gast anwesend. Während die Kinder nach dem ordentlichen "Kaffee" spielten, konnte ich mich mit der Katechetin unterhalten, die ich noch von früher aus der Pfarrjugend kenne. Sie bemüht sich wirklich sehr. Das Programm ist allerdings darauf ausgerichtet, ein Minimum an Glaubenswissen an Kinder zu vermitteln, die wirklich gar kein Grundwissen haben. Es soll solche Gruppen geben, in denen man die Kinder keine fünf Minuten zum Zuhören bekommt. Ob es die in unserem Dorf wirklich gibt, weiß ich nicht. In den nächsten Einheiten beginne die Vorbereitung auf die Beichte.

Also denn, Einheit 9: Ein Tor mit 2 Flügeln ist auszuschneiden. Es öffnet sich auf "Jesus überbringt die Einladung des Vaters. Ein schönes Fest! Einige Plätze sind noch frei - für dich und deine Freunde." Entsprechendes Bild.

Einheit 10: Gott ruft mich in der Taufe bei meinem Namen
Der eigene Name ist in zwei Hände zu schreiben, die ineinandergelegt sind, wie zum Kommunionempfang. Die Eltern sollen gefragt werden, warum sie diesen Namen wählten. Dann noch ein Bild, das fast ganz schlammig braun ist, evtl. geht es um die Erschafung des Menschen. Wie auch immer.

Einheit 11: Wer mit dem Herzen sieht, sieht das Wichtigste, er kann danken und loben
Es ist aufzuschreiben, wo das Kind gelobt wurde, an was es sich erinnert.

Einheit 12: Meine Gedanken zum heutigen Tag
Die Fragen dazu: Wer hat mich gebraucht? Wen habe ich gebraucht? Wer hat mir eine Freude gemacht? Wem habe ich eine Freude gemacht?


Einheit 13: Abbildung einer Schriftrolle: Jesus zeigt uns: Zu lieben ist der Weg zum Leben. Auf der Schriftrolle steht frei nach Lukas 10,27 das Gebot der Nächsten- und Gottesliebe

Einheit 14: Jesus zeigt uns: Gott nimmt uns an, wie wir sind
Die Geschichte vom verlorenen Sohn wird erzählt. Ein Haus ist "festlich" anzumalen.
Was hängen blieb? Der Sohn wollte das Geld, das ihm zustand, weil er ja zuhause gearbeitet hatte,  hat damit eine Party gefeiert (ja, es geht immer um Parties ...), aber dann kam eine Notzeit, da musste er Schweinefutter essen und ging doch lieber zurück nach Hause, wo der Vater ihn glücklich begrüßte und ein Rind schlachten ließ, worüber sich der ältere Bruder ärgerte, weil er nie sowas bekommen hatte, obwohl er die ganze Zeit dort gearbeitet hat.
(Dass das mit dem älteren Bruder recht gut gewusst wurde, könnte daran liegen, dass der kleine Zuhörer eine jüngere Schwester hat, die sehr bevorzugt wird ...)
Keine Ahnung gab es, warum das Verhalten des Sohnes überhaupt ein Unrecht war oder dass er sein ganzes Erbe verschleudert hat, dass er später sein Verhalten ehrlich bereute und mit der bescheidenen Hoffnung umkehrte, bei seinem Vater als Arbeiter bleiben zu dürfen. Und der Vater war halt lieb zu dem einen, zu dem andern aber schon reichlich unfair gewesen.
Echt top, was da so rüberkommt, wenn das nicht mit sehr gezielten Fragen vertieft wird.

Einheit 15: (Achtung hier kommen Texte, die vorgeblich an 8-Jährige gerichtet sind, in Wirklichkeit ist es Theologensprech, zu dessen voller Entschlüsselung ich auch ca. 5 min brauchte. Ich habe versucht, meine Gedankengänge als Textanalyse darzulegen, weil man sie im seitens meines Neffens ungeliebten Schulfach Deutsch lernt, um zu verdeutlichen, wozu Sprach- und Analysekenntnisse nützlich sind.):  "Versöhnungswege sind möglich, weil die Tür des Vaters offen ist." Dazu die Fragen: Wie kann ich gut sein mit meiner Umwelt/mit Gott/mit anderen/mit mir selber?
Fast war ich ja selbst in die Falle getappt und wir hätten aufgeschrieben, wie man gut zu jemandem ist. Nur dachte ich: Stop! - Die können doch wohl nicht meinen, dass Gott es braucht, dass man gut zu ihm ist. Hmmmm. Da steht ja auch Versöhnungswege. Die meinen also wirklich "gut mit jemandem sein", also "in freundschaftlicher Beziehung zu jemandem stehen".
Wieviele das wohl realisieren? Und wie soll ein Kind nach bisher beschriebenem Kurs wissen, wie man in Freundschaft mit Gott lebt? Und wie man in Freundschaft mit sich selbst lebt - irgendwie ganz schön abstrakt. Wir haben das jetzt noch nicht ausfüllen können.

Mittwoch, 16. November 2011

Minireportage Kommunionunterricht - 5. + 6. Stunde

In der 5. Stunde wurden simple Gebärden zum Vortrag des Vaterunsers geübt.
In der 6. Stunde wurde gespielt. Alle erhielten ein Einladungsblatt für eine beliebige Person, denn in der 7. Stunde soll eine Party gefeiert werden. Mein Neffe ist eingeteilt Lebkuchen mitzubringen.

..... (schweigend den Kopf schüttelnd) ...

Dienstag, 8. November 2011

Minireportage Kommunionunterricht - Die Textvorlagen

Wie das in der Hektik so geht, den Klappentext hinten auf der Kindermappe mit der Blättersammlung zum Kommunionunterricht hatte ich noch gar nicht durchgelesen. Da steht also:

"So bunt sollen auch eure Gruppenstunden sein. Ihr werdet malen und kleben, singen, spielen und vieles mehr.
Dabei hört ihr von Jesus und dem Brot, das er uns schenkt. Und weil das eine frohe Botschaft ist, werdet ihr auch miteinander feiern."

Aha. Wir freuen uns, weil Jesus uns irgendwie irgendein Brot schenkt, deswegen gibt es eine Party?
Und weil das alles irgendwie richtig Spaß macht, werden die Gruppenstunden zu ca. 90 % oder mehr mit kkleben, singen, spielen, malen und basteln verbracht. (Was vielen gar keinen Spaß macht, aber die sind dann wahrscheinlich doof und keine "modernen" Kinder.)

Das Werk heißt "Gemeindekatechetischer Kommunionkurs - für euch für dich für alle" und ist erschienen bei Grünewald. Ohne irgendein "nihil obstat" logisch - damit könnte man sich schließlich nur blamieren
Verfasser sind Gemeindereferenten des Bistums sowie mindestens ein Pfarrer im Ruhestand. Alle Beteiligten kennne ich nicht, aber zu Hochwürden im Ruhestand möchte ich doch eine Hintergrundinformation anfügen: Er ist ein netter, freundlicher, unkomplizierter Herr, bei dem sich vor vielen Jahren einmal der Bischof lange weigern musste, die Pfarrkirche einzuweihen, weil der Herr Pfarrer darauf bestand, dass es in dem Neubau keinen Tabernakel geben dürfe. Das Weihwasserbecken wurde unter Leitung des Kaplans und mit Hilfe der Gemeindemitglieder während eines Urlaubs des Pfarrers gemauert, so massiv, dass es nicht mehr ohne größere Umstände zu entfernen war. In der Gemeinde, die seitdem so einige andere Pfarrer hatte, werden diese und andere Geschichten den staunenden Besuchern immer noch erzählt.

Kurz gefasst: Wer auch immer mit ziemlicher Garantie erreichen möchte, dass die Kinder, die Kommunionunterricht erhalten, am Schluss extrem gelangweilt nie mehr in einen Gottesdienst gehen, weil das doofe Brot da sowieso nicht schmeckt und die Party (Feier = Gottesdienst) so extrem langweilig ist, in etwa so öde, wie die auszumalenden Bilder für 5-Jährige aud dem Kursheft, der entscheide sich für diesen Kurs.

Die abgebildeten Blätter auf der Rückseite lassen schon erkennen, dass es im weiteren Inhalt noch so einiges Berichtenswerte geben wird.

Montag, 7. November 2011

Minireportage Kommunionunterricht - 3. + 4. Stunde

Wegen der Herbstferien gab es eine längere Pause, aber auch sonst hat sich nicht so sehr viel getan.

3. Stunde: Titel auf dem Blatt "Ein Tag mit Jesus - ein Tag mit den Menschen und Gott", darauf ein auszumalendes Bild über ein mutmasslich judäisches oder galiläisches Dorf (Kinderstil). Sie hätten Häuser aus Holz gebastelt und dazu sei eine Geschichte vorgelesen worden. Was wusste er nicht mehr. Dann habe sich eine Ersatzgruppenleiterin vorgestellt.

Ausgeteilt wurde noch ein zweites Blatt: "Meine Gedanken zum heutigen Tag", vermutlich eine Hilfestellung für persönliches Gebet.

4. Stunde: Blatt 1 zeit  unter dem Titel "Der Weg zur Mitte", das Labyrinth von Chartres durch das mit Buntstift der Weg zu zeichnen ist. Auf Blatt 2 steht: "Jesus zeigt uns: Beten heißt zu mir finden und zu Gott". Mein Neffe fand diesen Satz völlig unsinnig. Wieso soll sich denn jemand finden? Man ist doch, wer man ist.
Darunter ein auszumalendes Mandala.
Die Geschichte vom vorigen Mal sei nochmals vorgelesen worden. Diesmal lässt sich herausfinden, dass es die Heilung des Gelähmten war (abgedecktes Dach). Nachfrage, ob irgendwie darüber gesprochen wurde, dass es hier nicht nur um eine Heilung sondern darum geht, dass Jesus Sünden vergeben kann.
Völliger Bahnhof. Mein Neffe wusste nicht einmal so recht, was denn Sünde überhaupt heißen könnte.

Nächster Akt: Vorstellung der Kommunionkinder im Sonntagsgottesdienst der Gemeinde: Namentliche Vorstellung nach der Statio. Abschließende Worte des Pfarrers: Wir werden da sicher viele flotte Gottesdienste miteinander haben. Flott heißt vermutlich: Lesungen willkürlich ausgesucht, statt Predigt Fragerunde des Gemeindereferenten mit den Kindern, Hochgebet frei formuliert, Gemeinde soll Texte sprechen, die sie laut Messbuch nicht sprechen soll, zur Wandlung Gedränge um den Altar, beim Vaterunser fehlt der Zwischentext und Lieder nur aus dem roten Ringbuch für Familiengottesdienste.

Urteil meines Neffen über diesen "flotten" Gottesdienst: "Das war so langweilig." - Etwas erfreuter: "Ich hab dich gesehen!"

Wiedererkennungswert einer Gemeindemesse für diese Kinder: Null.
Gezielt herbeigeführt.

Mittwoch, 28. September 2011

Minireportage Kommunionunterricht - 2. Stunde

Ich habe einen jungen Mitarbeiter gewinnen können, der ein gewisses Interesse hat, dass seine Erlebnisse der Allgemeinheit bekanntgemacht werden. Heute hat er mir erst einmal seine Arbeitsmappe zur Verfügung gestellt, damit ich den Inhalt seiner ersten zwei Stunden Kommunionunterricht referieren kann. Keine Sorge, das geht ganz schnell.
In der ersten Stunde hatten die Kinder ein Dekor für eine "Jesuskerze" zu entwerfen, Beispiele waren gegeben. Was genau eine Jesuskerze sein soll, wissen wir bisher nicht. Möglicherweise handelt es sich um eine Art Osterkerze. Nur warum die dann Jesuskerze heißt .... ?
Des weiteren wurde eine Art Merksatz erarbeitet (anhand der Zachäusgeschichte): " Dazugehören ist das Schönste auf der Welt". - Das ist die ganze Quintessenz aus der Episode um Zachäus.

Stunde 2: Es wurde Brot miteinander geteilt. Das stellte sich als nützlich heraus, denn mein Neffe probierte nach der Stunde bei seinem Vater versehentlich eine nicht für ihn gedachte Chilisauce und löschte die Folgen mit dem Brot, das er zur Hand hatte. Nach dem Brotteilen wurde gemalt (jeder, was er wollte). Das war es. Als Hausaufgabe waren die Puzzleteile eines fotografierten Brotes auszuschneiden und aufzukleben. Merksatz: "Brot teilen schafft Gemeinschaft".
Ein Bild von der wunderbaren Brotvermehrung war auch abgeheftet, aber über die war in keiner Weise gesprochen worden.

Sonntag, 25. September 2011

Apropos Kommunionunterricht

Mein Neffe hat das betreffende Alter erreicht (8 Jahre, 3. Klasse Grundschule) und der Unterricht hat angefangen.
Ich hatte kurz erwogen, ob ich mich melden solle, aber das angesetzte Programm mit mehrstündiger Schulung der Gruppenleiter durch den Gemeindereferenten, etlichen verpflichtenden Grillparties, Ausflügen usw. hat mich davon Abstand nehmen lassen; ich brauch eigentlich keinen ganzen Nebenjob. Wie sich herausstellte, war der Andrang der Eltern, die Aufgabe zu übernehmen, sogar überraschend groß (vielleicht auch wegen des Grillens und so ?).

Jedenfalls fand ein Eröffnungsgottesdienst statt, bei dem der Pfarrer den Kindern sagte, sie sollten in der Vorbereitungszeit nicht den normalen Gottesdienst besuchen sondern den Kinderwortgottesdienst. (upps)

Nach der ersten Kommunionstunde habe ich dann meinen Neffen etwas befragt. Nach seiner Auskunft wurden ("doofe") Lieder gesungen und es ging um jemandem mit Z (Zachäus). Er habe gefragt, was das denn mit der Kommunion zu tun habe, und die Antwort sei gewesen, das werde sich noch herausstellen. Er wolle da nicht mehr hin.

Nach Überwindung einiger Bockigkeit (mit viel Geduld und Zeitaufwand) haben wir für das erste eruiert, dass er "diesen Gott" kennt, weil ja so ein Kruzifix im Eingang zur Kirche hängt und dass er abends ein Gebet sagt, weil er das so gelernt hat aber nicht recht weiß, was das soll.

Das ist natürlich eine super-tolle Ausgangslage für einen Kommunionunterricht. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass mein Neffe im Religionsunterricht  zu den Kindern mit dem meisten Grundwissen gehört und bisher sehr positive Beurteilungen bekam.

Ich versuche jetzt also erst einmal, ihn zum Nachdenken und Fragen stellen zu bringen, bin ja versiert in Kinder- und Jugendarbeit.
Aber dass unter solchen Umständen jede Katechese Baden gehen muss, ist eigentlich kein Wunder.