Oremus pro Pontifice nostro Franzisco.

Dominus conservet eum et vivificet eum

et beatum faciat eum in terra et

non tradat eum in animam inimicorum eius.

Sonntag, 4. November 2012

Diskussion zu "Sind Wort-Gottes-Feiern" überholt?

Dank erst einmal dem Kommentator, denn das ermöglicht es, alles weiter zu diskutieren. Ich zitiere zunächst den ersten Teil seines Beitrags:

 "Wortgottesdienstleiterinnen und -leiter leiten eine gemeindliche Feierimmer im Auftrag ihrer Gemeinde, also im Auftrag, in Einverständnis und in Absprache mit dem die Pfarrei leitenden oder für den Kirchort verantwortlichen Priester. Und ohne offizielle, befristete, bischöfliche(!) Beauftragung (die regelmäßig wieder durch die Gemeinde beantragt werden muss) nach einer entsprechenden umfassenden offiziellen Schulung geht auch nichts! Oder sollte das in eurem Bistum anders sein? So beliebig, wie du das hier behauptest, ist eine Wortgottesfeier durchaus nicht. Es sei denn, sie findet im privaten Rahmen statt. Die scheinst du aber nicht im Blick zu haben."

Beliebigkeit der liturgischen Ordnung
Rein theoretisch sind Wortgottesfeiern genauso wenig beliebig wie eine Eucharistiefeier. Praktisch - und das ist das generelle Manko - gestatten sich die Ausführenden oft viele Freiheiten. Das ist allerdings ein allgemeiner Kritikpunkt. Wobei sich Wort-Gottes-Feiern sogar oft stärker am vorgegebenen liturgischen Gerüst orientieren als das, was sich in manchen Gemeinden in Bezug auf die Eucharistiefeier eingebürgert hat. Das ist in sich tragisch aber ein anderes Thema.

die Beauftragung in Hinsicht auf den Gemeinschaftsbegriff
Hier ist schon einmal eine Begriffsverwirrung zu klären. Ich nehme an, die richtige Darlegung zur Beauftragung eines Wortgottesfeierleiters ist eine Reaktion auf meine Aussage, dass die katholische Verwirklichung der Gemeinschaft dadurch geschieht, dass die Eucharistie (!!) in Einheit mit dem Bischof gefeiert wird.
Sobald ein Dienst in der Gemeinde regelmäßig ausgeübt werden kann, erfolgt gewöhnlich eine Beauftragung auf Dauer. Direkt und "außerordentlich", weil es der Notwendigkeit entspricht, kann der zuständige Pfarrer jederzeit jeden beauftragen, von dessen Eignung, eine Aufgabe durchzuführen, er überzeugt ist, ob nun Lektorendienst, Kommunionhelferdienst oder auch Leitung eines Wortgottesdienstes. Soll das nicht mehr außerordentlich geschehen, wird der Ordnung entsprechend eine Beauftragung durch das Ordinariat des Bischofs erteilt. Sinnvollerweise wird dazu auch eine Schulung angeboten oder verpflichtend gemacht, auch um die Ordnung und Übereinstimmung zu gewährleisten.
Solche Beauftragungen betreffen also regelmäßig ausgeführte Dienste zu denen jeder geeignete Laie auch jederzeit außerordentlich (weil notwendig) beauftragt werden kann.
Damit ist der so Beauftragte aber nicht in gleicher Weise der Stellvertreter des Bischofs wie es ein geweihter Priester ist, der ebendiesem Bischof bei seiner Weihe Gehorsam versprochen hat. Die Weihe ist mehr als eine Beauftragung und nur die Weihe befähigt dazu, die Eucharistie zu feiern.
Katholische Gemeinschaft wird aber nun einmal durch die Feier der Eucharistie in Gemeinschaft mit dem Bischof, gewöhnlich durch seinen Repräsentanten, den Diözesanpriester, verwirklicht.
Das Abhalten eines anderen Gottesdienstes durch einen direkt oder indirekt durch den Bischof beauftragten Laien geschieht zwar im Bemühen um die gleiche Einheit und Gemeinschaft, kann sie aber nicht voll verwirklichen, weil die Einheit nun einmal durch die Feier der Eucharistie hergestellt wird.
Wer postuliert, dass es genügt, miteinander die Schrift zu bedenken und zu teilen, vertritt eben ein protestantisches, kein katholisches Verständnis der Gemeinschaft, auch wen die entsprechende Liturgie per se den bischöflichen Richtlinien entspricht und es sich natürlich auch um einen christlichen Gottesdienst handelt. Aber eben nicht um dessen Vollform, die Eucharistie.

Weiter mit dem Kommentar:

"Die Versammlung der Gemeinde und die Erfahrung von echter Gemeinschaft als ganz wesentliches Element eines jeden Gottesdienstes/einer jeden Messe wird durch die Teilnahme vor dem TV oder Radio nicht real erfahrbar. Das ist ein großes Manko, weshalb diese Ersatzform nur im äußersten Fall gewählt werden sollte. Dass einem in einem Gottesdienst oder einer Messe nicht alles gefällt, halte ich für ebenso normal wie dass ich denjenigen oder diejenige, der oder die die Leitung inne hat, von der Person oder der Art der Gottesdienstgestaltung her nicht leiden kann. Eine andere Erwartung halte ich für naiv und illusorisch."

Richtig, einfach vor Fernsehen oder Radio ist die Realität des Übertragenen erst einmal verstellt. Insbesondere, wenn sich eine Gruppe zusammenfindet. Die Möglichkeiten der Ablenkung sind dann zu groß.
Anders aber ist das bei der livestream-Übertragung auf Großleinwand, die technisch immer leichter realisierbar wird.
Wäre dem nicht so, dass man auf diese Art und Weise sogar gültig an einer Messfeier teilnehmen kann, müssten Eucharistiefeiern bei Großveranstaltungen für Tausende von Menschen eigentlich ganz aufgegeben werden. Denn die Teilnahme ist nur per Lautsprecher und Leinwandübertragung möglich, da sich der Altar oft in solcher Distanz befindet, dass das Geschehen dort für viele ohne diese Hilfsmittel nicht mehr wahrnehmbar wäre. Des öfteren befindet sich sogar eine Gruppe der Teilnehmer in Räumlichkeiten oder Örtlichkeiten, bei denen Wände zwischen dem Altarbereich und dieser Gruppe liegen und damit jede direkte Sichtverbindung verhindern.
Nun spiele man gedanklich durch, jemand würde einer solchen Gruppe offerieren, man möge jetzt doch statt über Leinwand und Lautsprecher mit der Zelebration am fernen Altar verbunden zu sein, um die Gemeinschaft besser zu verwirklichen, das Geschehen dort ignorieren und stattdessen jetzt eine Wort-Gottesfeier abhalten. Wie würde wohl das Votum der meisten Anwesenden ausfallen? Mit welchen Wortmeldungen wäre zu rechnen, wenn nach diesem Votum gar nicht gefragt würde, sondern das einfach so gehandhabt würde?

Wenn aber das Mitfeiern der Eucharistie unter solchen Gegebenheiten möglich ist, was ist dann noch ein derart großer Unterschied dazu, ob die Leinwand und Lautsprecher, mittels derer die Verbindung erfolgt, sich nun in 500 m Entfernung befindet oder in in 50 km? Nur die Tatsache, dass man vorher einen Weg von 50 km zurückgelegt hat, wenn man vor Ort ist? Warum soll eine Änderung der rein räumlichen Distanz ein Hindernis für die Teilnahme an etwas sein, das kosmisch und ewig ist?

Daraus würde folgen, dass - natürlich immer nur als zweite Wahl zur direkten und vollen Teilnahme - eine Gemeinschaft sehr wohl per Leinwand und Lautsprecher hergestellt werden kann.

Wäre dann, Teil dieses wirklich großen Ganzen zu sein, nicht die größere Vision, als vom gemeinschaftsstiftenden Ereignis der Eucharistie ganz ausgeschlossen zu sein und sich stattdessen mit einer Andacht bescheiden zu müssen?

Wodurch wird Gemeinschaft überhaupt hergestellt?
Etwa dadurch, dass ich mich in einem Raum mit jemandem befinde? Dadurch, dass die Person mir namentlich oder zumindest vom Sehen her bekannt ist? Dadurch, dass die Person im näheren Umkreis wohnt, obwohl ich sie gar nicht kenne? Oder dadurch, dass uns ein Anliegen eint? Insbesondere wenn es das Anliegen ist, bei dem Wunder dabei zu sein, dass in der Messe geschieht? Mit jemand, der das hat, fühle ich mich in starker Gemeinschaft, auch wenn ich denjenigen ein paar Minuten vorher nicht gekannt habe.
Wohingegen das Gefühl von Gemeinschaft gegenüber denen, denen es egal ist, ob sie nun an einer heiligen Messe teilnehmen oder nicht, nun doch deutlich eingeschränkt ist. Da sind wir uns nämlich über etwas Wesentliches äußerst uneinig und ich fühle  eigentlich mit Vertretern dieser Überzeugung keine allzu enge Verbundenheit.

Die Behauptung, eine Wortgottesdienstfeier vor Ort stifte Gemeinschaft halte ich persönlich für recht gewagt. Mich entfremdet sie klar von denen, die hier keine Anstrengung machen wollen, an einer sonntäglichen Eucharistiefeier teilzunehmen oder sie mir zu ermöglichen. Ich werde meine Gemeinschaft mit denen suchen, die notfalls auch willens sind, zwei Stunden Weg auf sich zu nehmen, um an einer Eucharistiefeier teilzunehmen, weil ich und sie daraus leben. Und wenn wir dort dann die Kraft gefunden haben, mit unserem Alltag fertigzuwerden, dann können wir gerne auch diese Kraft investieren, um uns denen zuzuwenden, die diese Kraftquelle noch nicht entdeckt haben.

Ein Livestream für Gemeinden wäre zweite Wahl, gar keine Eucharistiefeier ist dritte Wahl und gar kein Sonntagsgottesdienst noch schlechter. Das hat nichts mit den Mühen und Überlegungen zu tun, die die Vorbereitenden in die Durchführung von Wortgottesfeiern investieren; diese sind beträchtlich. Allerdings werden oft Aufwand und unendliche Mühe in Dinge investiert, die gar nicht zielführend sind, so dass Aufwand und Mühen noch nichts über den Sinn dessen aussagen, in das sie investiert wurden.

Kommentare:

  1. Als ich seinerzeit das Werk "Missarum sollemnia" von P. Josef Andres Jungmann SJ las, einem der Köpfe der wahren liturgischen Bewegung, die das Verständnis des Gottesvolkes für das was in der Liturgie passiert verbessern wollte, stand dort, daß die Gemeinschaft unabdingbare Vorraussetzung für das Meßopfer ist, sie aber nicht und keinesfalls durch die Liturgie erst hergestellt werden soll.

    Desweiteren stellt sich die Frage, was für eine Gemeinschaft als wesensstiftend gelten muß in diesem Zusammenhang. Meiner Meinung nach sind Bekanntschaft oder Freundschaft der Versammelten nicht schädlich aber keineswegs notwendig. Gemeinschafts- und identitätsstiftend sollte der Wunsch sein, dem Meßopfer beizuwohnen und den HErrn zu empfangen. Doch hier setzt das Problem schon an, denn durch die katechetische Verwüstung der letzten Jahrzehnte, wollen ein nicht kleiner Teil, möglicherweise gar die Mehrheit, an einem Gemeinschafts- und Gedächtnismahl, statt an einer Opferung und Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers teilnehmen. Hier zerbricht schon die ecclesia, die communio.

    Die neuesten Methoden der Pädagogik in die Liturgie einzuschleppen, sei es in die Messe oder "nur" einer anderen Gottesdienstform wie dem Wortgottesdienst, ist dem Zweck des "Dienstes an Gott" abträglich, die Methoden generell auf Gruppenharmonie und -lenkung abzielen und nicht auf den eigentlichen Zweck, der die Gemeindemitglieder eigentlich hinreichend geeint haben sollte. Die Gestaltung der Gottesdienste ist oftmals so niederschwellig und unverbindlich, daß trotz allem möglichen Firlefanz, der hineingebastelt wurde, keinerlei Identität der Gemeinschaft besteht. Selbst wenn ein Credo gebetet wird, wieviele setzen ein unausgesprochenes "ja, aber..." oder "Das ist nur symbolisch gemeint" etc hinzu?

    Zu den Großverstaltungen fällt mir nur ein, was bei Father Z. in einer Diskussion über Konzelebrationen gesagt wurde, da wurde nämlich die Frage aufgeworfen, ob ein Konzelebrant, der den Altar nicht sehen kann, ohne eine Repetierleinwand zu betrachten überhaupt gültig konzelebrieren kann. Sein Resümee ist allenthalben "Concelebration should be safe, legal and rare"

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  2. Marcus mit dem C, du weißt wie immer mehr als ich: Das sind also pädagogische Thesen, die hinter dem Plädoyer stehen, ein Wortgottesdienst vor Ort sei einer Messfeier andernorts vorzustehen?

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  3. So würde ich das nicht unbedingt sagen, sondern daß immer mehr pädagogische Modeerscheinungen wie zB die Swabeedoo-Pelzchen Geschichte, die dann etliche Jahre nachdem sie im pädagogischen Bereich ihre Runde gemacht hat, plötzlich in Kindergottesdiensten "entdeckt" wird. Im Supervisionsbereich für Geistliche dürften auch die Standardmethoden aus Managerseminaren gang und gäbe geworden sein. Nungut, ich glaube nicht, daß die hochwürdigen Herrn Pfarrer nun mit Paintballwaffen die Gemeindereferentinnen jagen und umgekehrt, aber ich würde Geld drauf wetten, daß die Hinterüberfallen-mit-Auffangen-als-vertrauensbildende-Maßnahme sicher schon auf dem Programm stand und dafür das gemeinsame Stundengebet aus "Zeitgründen" gestrichen wurde, anstatt in Gesprächen zu ergründen, warum ein Teil der Geistlichen das Breviergebet und die Feier des Meßopfers nicht mehr als Kraftquelle empfindet sondern als Belastung, daß sie einem LiFT brauchen.

    Das Meßopfer hat bestimmte Hauptthemen: Tod, Auferstehung, Seelenheil und Reue, Umkehr und Buße im Hinblick auf das Jüngste Gericht. Heutzutage sind aber eher Gemeinschaft, Frieden und Bestätigung in der Lebenssituation gewünscht und gefördert, denn die Lehre der Kirche über die Eschatologie ist ja im Giftschrank der Geschichte gelandet, man traut sich ja sogar bei dem einen oder anderen Priester nicht mehr zu fragen, ob er an die Auferstehung Jesu und seine eigene glaubt, aus Furcht, er könne die Wahrheit sagen, nämlich: "Nein!" Ich denke hier liegt die Crux, die banalisierte und entsymbolisierte Liturgie erzieht nicht mehr zum vollständigen Glauben und verdeckt gleichzeitig, daß aufgrund der verschiedenen Glaubensdefizite sich oftmals gar keine "Gemeinschaft der Gläubigen" mehr versammelt, sondern größere Teile der Gottesdienstbesucher empört wären, mit dem vollständigen depositum fidei konfrontiert zu werden.

    Ich vermute diese Problematik führte zu solchen Worthülsen wie Erzbischof Zollitschs "nicht deswegen für die Sünden der Menschen gestorben, weil Gott ein Sündopfer, einen Sündenbock, gleichsam gebraucht hätte“, vielmehr habe Er sich „mit uns Menschen, mit unserem Leid, mit unserem Tod bis zum Letzten solidarisiert“"

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  4. Die Swabeedoo habe ich in den 80ern im Schulgottesdienst kennengelernt und das Hintenüberfallenlassen ist Standardrepertoire in der Gemeindereferentenausbildung und pfarrlichen Jugendkatechesearbeit. Ich weiß auch noch, dass zu meinen KLJB-Zeiten ein beträchtlicher Anteil der Führungsleute Pädagogen waren.
    Was ich aber via den Grundschulunterricht meines Neffen, mittlerweile 4. Klasse, ganz allgemein von der Pädagogik mitbekomme, stimmt sehr bedenklich. Für Jungen ist das derzeitige Modell ungeheuer demotivierend, weil das, was ihnen wichtig ist geächtet zu sein scheint. Schreib- und Lesefähigkeiten liegen weit unter dem Niveau für diese Klassen vor 20 Jahren. Aber mit Gender-Familienpolitik wird ab der ersten Klasse indoktriniert. - Das Resultat ist Lustlosigkeit und eine ist-doch-alles-egal-weshalb- sollte- ich-mich-da-anstrengen-Haltung.
    Ich fürchte genau das hat die Pädagogik dann durch ihre Methodik auch in die Kirchen getragen, da man dort ja ihr folgend besonders "menschenfreundlich" und "verständnisvoll" sein wollte und will.

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  5. Die Übertragung auf Großbildleinwand sollte man mal in den Kirchorten ohne Messe am Wochenende erwägen (wer soll die finanzieren?), das wäre ein Zeichen, dass sie trotzdem dazu gehören. Einen Leiter/eine Leiterin, der/die das organisiert und moderiert, ggf. die Kommunion vor Ort austeilt, bräuchte es dann trotzdem.

    By the way: auch ohne Kommunionfeier und Großbildleinwand stiften Wortgottesfeiern nach meiner Erfahrung intensiver Gemeinschaft als manche anonyme Messe. Die, die kommen, kommen bewusst, weil sie gemeinsam mit anderen beten wollen. Man kann ja hinterher noch zusammen bleiben und in einer Agapefeier Brot und Wein teilen...

    Ich nehme gerne noch den Blick auf die Weltkirche dazu: in unzähligen Gemeinden Afrikas, Lateinamerikas und Asiens kommt ein Priester vielleicht vier mal im Jahr. Deutschland steht ähnliches bevor, im Osten und Norden ist dieser Zustand schon annähernd Realität, soll aber bislang lieber mit Fusionen zu Monstergemeinden gelöst werden, in denen sich niemand mehr kennt. Ohne Wortgottesfeiern kämen diese Gemeinden eben auch nur viermal im Jahr zusammen. Wie sollte da Gemeindeleben mit seinen ganzen Absprachen, sozialen, diakonischen und politischen Engagements zustande kommen? Wie erfährt man ohne Zusammenkünfte von den Nöten, Krankheiten etc. der anderen? So etwas läuft zumindest bei uns, wenn auch nicht in den Gottesdiensten, aber doch vor- und nachher ab. Deshalb betont auch die gerade zuende gegangene Weltbischofssynode die Wichtigkeit der kleinen Gemeinschaften, nicht aber die verordnete Vereinzelung.

    Mit dem Vorschlag, statt Wortgottesfeiern lieber Bildschirm-Messen auf der Coach, forcierst du aber gerade die ansonsten kirchlicherseits so geschmähte, zunehmende Individualisierung. Glaube ohne Gemeinschaft, in der ich mich auch mal über die anderen ärgere, mich mit ihnen streite und an all diesem reife, geht gar nicht.

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  6. Die Diskussion hier mogelt sich am Kern des Problems vorbei. Weil man sich beharrlich weigert, über Veränderungen im Berufsbild des Priesters auch nur nachzudenken, werden die Gemeinden um ihr Recht auf die sonntägliche Eucharistiefeier betrogen. Die Frage ist nicht, welches ist die bessere Alternative für die sonntägliche Eucharistiefeier vor Ort. Die Frage ist vielmehr, wie ist der priesterliche Dienst zu gestalten, dass er den Erfordernissen der Seelsorge gerecht wird.

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