Oremus pro Pontifice nostro Franzisco.

Dominus conservet eum et vivificet eum

et beatum faciat eum in terra et

non tradat eum in animam inimicorum eius.

Sonntag, 5. August 2012

Ein Vergleich, den er besser nicht gezogen hätte

In der DT von gestern war ein Interview mit Olympiapfarrer Hans-Gerd Schütt (in kanariengelber vermutlich irgendwie olympionikischer Jacke abgebildet). Am Ende des kurzen Interviews fiel ein seltsamer Satz: "Die Olympischen Werte sollen nicht wie eine Monstranz vor sich hergetragen, sondern gelebt werden." Der Kontext war, dass die olympischen Spiele immer stärker kommerzialisiert werden die Praxis der ursprünglich wichtigen ideellen Werte eine immer geringere Rolle zu spielen scheint und so zu einer Art attraktivem Werbespruch werden.

Nur, was hat das mit einer Monstranz zu tun? Denn aus diesem Satz von Herr Pfarrer Schütt müsste man eigentlich schließen, dass eine Monstranz als attraktives werbewirksames Stück durch die Straßen getragen wird, während es dann reell darum geht, die durch diese Werbung Erreichten gewinnbringend für die eigenen Zwecke zu nutzen?

???

Und selbst wenn es bei dem Vor-sich-Hertragen der Monstranz, die anscheinend als Statussymbol von irgendwem benutzt wird - nur von wem? dem Pfarrer? dem Pfarrgemeinderat? dem Kirchenchor? der gesamten Ortsgemeinde? und kann die dann jeder aus gegebenem Anlass mieten? - selbst wenn es also bei dem Tragen der Monstranz zumindest ostentativ um die Verehrung von etwas/jemand Wichtigem geht, dann, lässt sich aus diesem Satz von Herrn Pfarrer Schütt schließen, ist das alles eher Augenschein, denn ernst meint das ja sowieso keiner, denn es wird ja nicht gelebt, wie er sagt.

Ich kann nur vermuten, dass Herr Pfarrer Schütt all diese Aussagen eigentlich nicht machen wollte, sondern nur gedankenlos war, etwas dahingeplappert hat und so ganz nebenbei die römischen "Fasces", die vor römischen Amtsträgern dahingetragen wurden mit der Monstranz verwechselt hat, die nur als Gefäß für das Heiligste dient, das der Herr Jesus Christus uns hinterlassen hat, sich selbst in der Form des Brotes. Nur irgendwie bleibt bei mir der Eindruck, dass er selbst bei dem Wort Monstranz eher weniger daran denkt, dass hier Gott selbst heilend und sich schenkend in unsere Straßen kommt, sonst würde er einen solchen Vergleich eher nicht benutz haben. Mir käme er nicht über die Lippen.

Wären die olympischen Werte wie eine Monstranz, dann sollte man eigentlich folgern, stünden sie völlig im Mittelpunkt, weil sie zentral sind und das Finanzielle wäre wirklich nur Beiwerk, um sie richtig hervorzuheben.

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